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Branding, KI, Security: Handelskraft Konferenz 2026 zeigt neue Spielregeln im Digital Business auf

11. März 2026

Pressemitteilung

Jena – Generative KI verändert derzeit grundlegend, wie Inhalte entstehen und wie Informationen im Netz gefunden werden. Gleichzeitig zeichnet sich ein Gegentrend ab: Strategische Markenführung gewinnt wieder an Bedeutung. Diese Entwicklungen standen im Mittelpunkt der Handelskraft Konferenz 2026, die erstmals in der Imaginata Jena stattfand. Veranstaltet von der Digitalagentur dotSource diskutierten rund 300 Fach- und Führungskräfte aus B2C und B2B zentrale Entwicklungen rund um KI, digitale Sichtbarkeit, Datenarchitekturen und Cybersecurity.

Zudem bot die Veranstaltung Highlights wie das 20. dotSource Jubiläum sowie Henry Maske als Speaker.

Markenführung wird in KI-Zeiten zum Differenzierungsfaktor

64% der Kunden vertrauen bevorzugt einer Marke, die ihre Werte teilt und als glaubwürdig wahrgenommen wird. Im Zeitalter generativer KI verliert technische Leistungsfähigkeit an Differenzierungskraft. Entscheidend wird stattdessen eine konsistente, glaubwürdige Markenführung, die Orientierung in zunehmend automatisierten, algorithmisch gesteuerten Plattformen schafft.

Unternehmen, denen es gelingt, ihre Markenwerte authentisch in alle Berührungspunkte der digitalen Customer Experience zu integrieren, sichern sich einen nachhaltigen Wettbewerbsvorteil, denn für 80% der Konsumenten ist Vertrauen ein wichtiger Faktor bei der Kaufentscheidung.

Damit wird Branding zunehmend zum Bindeglied zwischen Marketing, Produktentwicklung und digitaler Kundenerfahrung.

KI-Agenten sind keine Zukunftsmusik mehr

Exklusiv präsentierte Kai Hudetz, Geschäftsführer des ECC, die Studie »Agentic Readiness im B2B Commerce«, für die 180 Vertriebsmitarbeitende und 200 Beschaffende aus Großhandels- und Herstellerunternehmen befragt wurden. Die Zahlen belegten deutlich, dass KI im B2B-Vertrieb fest im Arbeitsalltag verankert ist. Viele Unternehmen erwarten bereits den nächsten Entwicklungsschritt durch autonome KI-Agenten: 64 % der Beschaffenden und 54 % der Vertriebsmitarbeitenden gehen davon aus, dass diese künftig zum Standard werden. Rund 80 % sehen darin großes Potenzial zur Steigerung der Prozesseffizienz, 78 % erwarten Vorteile bei Kosten und Profitabilität.

Dennoch bleibt der Mensch zentral: 81 % im Einkauf und 83 % im Vertrieb wollen bei Entscheidungen von KI-Agenten eingreifen können (»Human in the Loop«).

Gleichwohl zeigt die Studie deutlichen Nachholbedarf bei den digitalen Grundlagen: 88 % sehen Verbesserungsbedarf bei der Integration von ERP- und CRM-Systemen, 83 % bei der Standardisierung von Produkt- und Preisdaten und 82 % bei der Datenqualität insgesamt.

Daten und Systemarchitekturen als Grundlage für KI

Letzteres wurde auf der Handelskraft-Bühne auch von Unternehmen wie Alnatura, Bogner, Messe Düsseldorf, BYK, KLEEN PURGATIS, MELLERUD und Schneider Schreibgeräte bestätigt. Unabhängig ihres digitalen Reifegrades waren sich alle Speaker einig: Der erfolgreiche Einsatz von KI setzt eine solide digitale Infrastruktur voraus.

Viele Unternehmen bereiten sich aktuell auf den KI-Wandel vor, indem sie ihre Datenflüsse optimieren, ihre Systeme enger verzahnen, organisatorische Verantwortlichkeiten regeln und auch die Transformationskultur im Unternehmen fördern.

Großer Andrang bei Workshop zu Agentic Commerce und MCP

Wenig überraschend war an beiden Tagen am gefragtesten der Workshop »Meet the Agentic Commerce Experts: Vom Klick zum Agenten – MCP im B2B-Alltag«. Diskutiert wurde, wie KI-Agenten künftig eigenständig mit Unternehmenssystemen oder Serviceplattformen interagieren können. Eine zentrale Rolle spielt dabei das Model Context Protocol (MCP), das als vermittelnde Schicht zwischen Agent-Frameworks und Unternehmenssystemen fungiert. Statt KI-Agenten direkten Zugriff auf sensible Systeme zu geben, definiert ein MCP-Server klar, welche Funktionen verfügbar sind, welche Zugriffe nur lesend erfolgen dürfen und welche Aktionen protokolliert oder freigegeben werden müssen. Dadurch können KI-Agenten erstmals strukturiert und kontextreich mit Unternehmensdaten arbeiten, etwa für Wissensmanagement, Reporting oder automatisierte Commerce-Prozesse. Gleichzeitig wurde deutlich, dass MCP allein keine Sicherheitslösung darstellt: Governance, Zugriffsrechte, Monitoring und Freigabeprozesse bleiben zentrale Voraussetzungen für die kontrollierte Einbindung von Agenten in Geschäftsprozesse.

KI verändert die Mechanik digitaler Sichtbarkeit

Ebenso gefragt waren der Workshop und Informationsstand zum Thema KI-Sichtbarkeit. Systeme wie ChatGPT und Perplexity sowie Google AI Overviews beantworten Nutzerfragen immer häufiger direkt, wodurch klassische Suchergebnisseiten teilweise an Bedeutung verlieren. Über 33% der Deutschen haben KI schon einmal benutzt um, um nach Produkten zu suchen.

Daher sollten Marken Inhalte so aufbereiten, dass sie für KI-Bots wie Menschen gleichermaßen zugänglich sind, von der technischen Optimierung bis hin zu eindeutigen Markenbotschaften. Ziel ist es, Informationen so mundgerecht zu servieren, dass KI-Modelle sie problemlos verstehen, zusammenfassen und direkt in ihre Antworten integrieren können.

Cybersecurity wird zur strategischen Managementaufgabe

Neben Marketing- und Commerce-Themen rückten auch technische Grundlagen stärker in den Fokus. Cybersecurity wurde dabei nicht mehr ausschließlich als IT-Thema verstanden, sondern als unternehmerische Gesamtaufgabe. 178,6 Mrd. Euro betrug der Gesamtschaden deutscher Unternehmen 2024 durch Cyberattacken. Das sind 30 Mrd. Euro mehr als noch 2023.

Gerade in Hinblick auf die geopolitischen Herausforderungen und den aktuellen KI-Entwicklungen gewinnen Sicherheitsstrukturen und Governance an Bedeutung. Hier zeigten sich die Teilnehmenden noch deutlich in der Orientierungsphase.

Award für den besten Twin Transformer

Ein weiterer Höhepunkt der Veranstaltung war die Verleihung des jährlichen Handelskraft Digital Business Award. Der Preis würdigt Unternehmen, die digitale Transformation und Nachhaltigkeit strategisch miteinander verbinden und damit einen sogenannten Twin-Transformation-Ansatz verfolgen.

Damit greift der Award eine Entwicklung auf, die für viele Unternehmen zunehmend relevant wird: Die Digitalisierung von Geschäftsmodellen muss heute parallel zu ökologischen und gesellschaftlichen Transformationsprozessen erfolgen.

Gewonnen hat dieses Jahr das Projekt KatHelfer, eine SaaS Plattform, die es Behörden erleichtert, im Katastrophenfall Spontanhelfende zu koordinieren. Platz zwei und drei belegten myProtectify und EndoHealth.

20 Jahre dotSource und Impulse für den Standort Thüringen

Die diesjährige Konferenz stand zugleich im Zeichen eines Jubiläums. dotSource feierte sein 20-jähriges Bestehen. Im Rahmen eines Festakts würdigte Thüringens Ministerpräsident Mario Voigt die Geschichte der Digitalagentur:

»Was Christian Grötsch und Christian Malik gemeinsam mit ihrem Team aufgebaut haben, zeigt: Thüringen kann digital. Über 500 Mitarbeiter, 38,5 Millionen Euro Umsatz im erfolgreichsten Jahr der Unternehmensgeschichte – und das verwurzelt in einer Region, der sie immer die Treue gehalten haben. [...] Genau solche Leuchttürme geben uns als Standort Thüringen Selbstbewusstsein für die Zukunft.« (Quelle: LinkedIn)

Wissenstransfer im Digital Business

Seit 2016 bringt die Handelskraft Konferenz Fach- und Führungskräfte aus Digital Commerce, Marketing und IT zusammen. Auch künftig soll die Veranstaltung als Plattform für strategische Diskussionen rund um digitale Geschäftsmodelle dienen. Die nächste Ausgabe ist für März 2027 geplant.

Christian Grötsch, Mitgründer von dotSource, erklärt:

»Unser Anspruch ist es, Substanz vor Schlagworten zu stellen. Die Mischung aus Studien, konkreten Praxisbeispielen und Workshops zeigt, wo Unternehmen heute stehen und welche nächsten Schritte möglich sind. Dabei können auch ungemütliche Wahrheiten ausgetauscht werden, aus denen man gemeinsam lernt.«

Sie möchten mehr erfahren? Ich freue mich auf Ihre Anfrage!

dotSource Mitarbeiterin: Thu Huong Tran

Thu Huong Tran

Unternehmenskommunikation & Marketing Manager

+49 151 5466 7489

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