
Business Summary
Die Koelnmesse gehört mit jährlich rund 2,5 Millionen Besuchern und über 49.000 ausstellenden Unternehmen zu den Top-10 der weltweiten Messestandorte. Das Unternehmen hat seine Messeplattform und Mobile-App technologisch grundlegend neu gestaltet, um Ausstellern, Besuchern und Partnern ein durchgängiges, zeitgemäßes Messeerlebnis zu bieten.
Gemeinsam mit dotSource realisierte die Koelnmesse dafür eine skalierbare White-Label-Lösung, die für zahlreiche Veranstaltungen genutzt und angepasst werden kann. Dadurch lassen sich Komponenten wiederverwenden, Auftritte flexibel konfigurieren und Inhalte kanalübergreifend konsistent für Web und App ausspielen.

Kunde | Koelnmesse GmbH |
Branche | |
Technologie | FirstSpirit CMS, First Spirit Cloud Server, Next.js, React Native, AWS API Gateway, AWS Lambda |
Schwerpunkt | App-Entwicklung, Content-Management, UX-Design, Serviceintegration |
So profitiert Koelnmesse von der modernen Headless-Messeplattform
neuer Veranstaltungsauftritte durch wiederverwendbare Komponenten
über Website und Mobile-App hinweg durch eine gemeinsame Headless-Basis
für Aussteller und Besucher auf Basis von React-Frontends und Daten aus dem Data Integration Hub (DIH)
zur Content-Pflege sowie bessere Author-Experience dank zentraler White-Label-Lösung
dank verbesserter Customer-Journey für Ticketkäufe und Ausstellerbuchungen
Projektrahmen
Über die Koelnmesse GmbH
Die Koelnmesse GmbH steht als Veranstalter für innovative und international bedeutende Messen in Deutschland – und das seit mehr als 100 Jahren. Mit elf Messehallen und insgesamt rund 400.000 m² Hallen- und Außenfläche bietet sie Raum für vielfältige Veranstaltungen und Formate.
Jährlich richtet die Koelnmesse rund 80 Messen, Ausstellungen, Gastveranstaltungen und Corporate Events in der Rheinmetropole und den wichtigsten Märkten weltweit aus. Dabei verfolgt das Unternehmen klare Ziele zu Ressourcenschonung und Nachhaltigkeit und arbeitet unter anderem auf Klimaneutralität bis 2030 hin.
Ausgangslage
Als »Koelnmesse 3.0« setzt das Unternehmen nicht nur auf eine optimierte Infrastruktur und Modernisierungen des Messegeländes, sondern auch auf innovative digitale Angebote. Ziel war es, zum einen für die Messebesucher das optimale Messe-Erlebnis mit allen wichtigen Informationen zu ermöglichen und zum anderen für Aussteller neue Wege zu schaffen, die Besucher zu erreichen.
Zwar verfügte Koelnmesse bereits über ein Content-Management-System und eine Mobile-App. Das bestehende technische Setup deckte jedoch die Anforderungen der vielfältigen Zielgruppen nur unzureichend ab und bot zu wenig Flexibilität für die Bedarfe der Koelnmesse. Aus strategischer Sicht war also ein umfassender Relaunch der Messeplattform geboten.
Herausforderungen
Koelnmesse wollte ihre bestehende Messeplattform und das CMS FirstSpirit so neu aufsetzen, dass sie als moderne Headless-Basis für Website und Mobile-Apps dienen können. Gleichzeitig sollten der Data Integration Hub (DIH) und weitere Datenquellen so eingebunden werden, dass Inhalte, Konfigurationen und Veranstaltungsdaten zentral verwaltet und für unterschiedliche Kanäle nutzbar gemacht werden.
Die Vielzahl an Messen mit eigenen Anforderungen an Design, Funktionen und Zielgruppen machte eine flexible White-Label-Lösung notwendig, die Wiederverwendung von Komponenten erlaubt und Multichannel-Szenarien unterstützt. Zusätzlich galt es, die bestehende App durch eine Lösung abzulösen, die ausreichend flexibel für individuelle Anforderungen ist.

Backend, Frontend und App orchestriert
Systemauswahl für die App
Nach Beratung durch die dotSource-Experten entschied sich die Koelnmesse für eine neue App auf Basis des Frameworks React Native. Durch diese hybride App-Lösung können Funktionen für Android und iOS effizient umgesetzt und Weiterentwicklungen deutlich vereinfacht werden.
FirstSpirit CMS neu aufgesetzt
Das bestehende FirstSpirit-System wurde nicht ersetzt, sondern als Headless-CMS komplett neu ausgerichtet. Inhalte und Konfigurationen werden nun so gepflegt, dass sie unabhängig vom Frontend vorliegen und sowohl Website als auch Apps der einzelnen Messen aus derselben Quelle versorgen.
Next.js als Frontend-Basis
Für die Webplattform setzt Koelnmesse auf eine React-basierte Next.js-Anwendung, die als Schnittstelle zwischen Headless-CMS, DIH und den angebundenen Services fungiert. So entstehen schnelle, flexible Frontends, die unterschiedliche Messewebsites innerhalb der White-Label-Plattform abbilden können.
Gemeinsames Backend for Frontend
Auf Vorschlag von dotSource wurden Webplattform und Messe-App über ein gemeinsames Backend for Frontend (BFF) zusammengeführt. Dieses greift auf wiederverwendbare Services – etwa für Networking-Funktionen – zurück, die mit AWS Lambda und AWS API Gateway bereitgestellt werden und Inhalte sowie Daten aus externen Systemen konsistent für alle Kanäle ausspielen.
White-Label-Lösung mit Mustermesse
Mit der White-Label-Lösung und einer zentralen Mustermesse werden Templates und Funktionen wiederverwendbar gebündelt und sind für einzelne Veranstaltungen konfigurierbar. Neue Veranstaltungsauftritte können so mit geringem Aufwand eingeführt werden, während Design und Funktionsumfang an die jeweilige Zielgruppe angepasst werden.
Stimmiges UX-Design für die App
In einer kompakten UX-Phase entwickelte dotSource auf Basis des bestehenden Webdesigns neue App-spezifische Seitentypen und eine übersichtliche Nutzerführung. Anhand eines Prototypen wurden Komponenten für Navigation, Networking und Ticketansicht in der App demonstriert.
Deep Dives zum Projekt
White-Label-Lösung als gemeinsame Basis
Die White-Label-Plattform bildet die technische Grundlage für die digitalen Auftritte zahlreicher Veranstaltungen der Koelnmesse. Sie enthält alle relevanten Templates mit etwaigen Konfigurationen und Einstellungen für entsprechende Messewebsites. Das Redaktionsteam kann globale Inhalte wie Texte und Bilder einmalig pflegen und für unterschiedliche Messewebsites wiederverwenden.
Zugleich bleibt genug Spielraum, um einzelne Veranstaltungen mit eigenen Schwerpunkten und Inhalten zu versehen. So entsteht eine gemeinsame technologische Basis, die Wiederverwendung erleichtert und gleichzeitig individuelle Messeprofile ermöglicht.
Gemeinsames CMS und ein Backend for Frontend
Das gemeinsame Backend for Frontend (BFF) ist die Schaltstelle zwischen FirstSpirit als Headless-CMS, dem Data Integration Hub (DIH) und den React-basierten Frontends für Web und App. Inhalte, Konfigurationen und Daten aus angebundenen Systemen werden hier zusammengeführt und kanalgerecht bereitgestellt.
Gemeinsam genutzte Schnittstellen und Backend-Logik sorgen dank AWS-Stack nicht nur für konsistente Daten über die unterschiedlichen Kanäle, sondern auch für weniger Wartung sowie Synergien bei Weiterentwicklungen. So können neue Funktionen für Web und App simultan realisiert werden.
UX-Design eigens für die App
Für die neue App entwickelte dotSource auf Basis des bestehenden Designsystems eine eigenständige mobile Nutzerführung, die sich nahtlos in das Gesamtbild der Messeplattform einfügt. In UX-Discovery-Workshops wurden dazu User-Journeys und Bereiche wie Ausstellerlisten, Ticketübersicht und Networking gemeinsam geschärft und in Prototypen erlebbar gemacht.
Der Networking-Bereich mit Kontaktlisten und Chat wurde so gestaltet, dass er Besuchern und Ausstellern echte Mehrwerte vor Ort bietet. Die Umsetzung orientierte sich eng an diesen Prototypen, sodass Website und App ein stimmiges Multichannel-Erlebnis bieten.
Headless-Messeplattform für bessere Services und Wachstum
Mit der neuen Messeplattform und der neuen Mobile-App hat Koelnmesse mit Unterstützung von dotSource ihren digitalen Service für Besucher, Aussteller und Partner deutlich verbessert.
Die nächsten gemeinsamen Schritte bilden eine gezielte Weiterentwicklung im CMS-Bereich sowie geplante Rollouts für zahlreiche Messen. Auch die neue App soll sukzessive ausgerollt und um weitere Funktionen für Networking und digitale Standortservices erweitert werden, die den Messebesuch gezielt unterstützen.
Dank dieser neuen zukunftsfähigen Systemlandschaft kann die Koelnmesse als Vorreiter der Branche ihre kundennahe, maßgeschneiderte Unterstützung von Besuchern, Ausstellern und Partnern kontinuierlich weiterentwickeln.
Sprechen wir gemeinsam über ihre neue Content-Management Strategie
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